ANTONIUSFEUER PDF Drucken E-Mail
Stück von  Anne Jelena Schulte (*1976)

Soirée: 13.11.2007, Podium
Uraufführung: 17.11.2007, Podium


Konnte nicht einschlafen letzte Nacht, weil mein Herz so laut knurrte. /
Wollte es abstellen, ging aber nicht. / ... / Also. Ich brauch 'ne große Packung Liebe und bin bereit zu zahlen, mit allem was ich hab'.
Joachim

Nach 25 Jahren kehrt Joachim Schwahr wieder in die Gesellschaft zurück und versucht einen Neuanfang. Mit seiner Braut Luise wandelt er auf dem schmalen Grat zwischen Wahn und Vision. Was ihn von der Gesellschaft ausschließt, hält die Liebenden zusammen: das Antoniusfeuer, das Schwanken zwischen leidenschaftlichem Irrsinn und prophetischer Askese.  Das Glück scheint erreichbar, so lange, bis das Paar getrennt wird und Luise mit Dr. Ritter verheiratet werden soll. Joachim steht vor der Wahl: die Geliebte retten oder schweigend implodieren, resignieren oder kämpfen.

Der echte Joachim Schwahr starb 2003 in Berlin. In hunderten Streichholzschachteln hinterließ er auf mikroskopisch klein beschriebenen Zetteln nicht weniger als ein philosophisches Universum. Seit 44 Jahren hatte er sein Zimmer nicht mehr verlassen.

Anne Jelena Schulte wagt in diesem Stück die Auseinandersetzung mit der Welt eines kompromisslosen Großstadteremiten. Daraus entsteht nicht nur das Porträt eines Einzelkämpfers am Abgrund der eigenen Psyche, sondern auch ein leichtfüßiger Tanz zwischen trockenem Beamtendeutsch, lakonischen Wortwechseln und träumerischer Zärtlichkeit.


Mit: Annette Fassnacht, Christel Mayr; Christian Taubenheim, Wilhelm Schlotterer
Inszenierung: Antje Thoms
Kostüme: Angela C. Schuett
Raum: Hanns Poll

 

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Theater Ulm | Herbert-von-Karajan-Platz 1 | 89073 Ulm | Tel.: 0731/161-4500
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