GESCHICHTEN AUS DEM WIENER WALD PDF Drucken E-Mail
Volksstück von Ödön von Horváth (1901-1938)

Matinée: 11.05.2008, Foyer
Premiere: 15.05.2008, Großes Haus

Das dramatische Grundmotiv aller meiner Stücke ist der ewige Kampf zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein.
ÖDÖN VON HORVÁTH

Wo man singt, da lass dich nieder - sagt der Volksmund. In Horváths Wiener Wald wird viel gesungen und im Dreivierteltakt geschunkelt. Doch hier wird von einer gedankenlosen, gefährlichen Gemütlichkeit erzählt, einer, die sich in Doppelmoral und Kitsch einrichtet, um von den Alltagsbrutalitäten abzulenken. Horváth demaskiert nicht eine Stadt oder ihre Bewohner, er demaskiert ein Bewusstsein.

Im Deutschland und im Österreich der Zwischenkriegszeit ist der Alltag vor allem von ökonomischer Misere, sozialem Elend, Arbeitslosigkeit und Sinnverlust geprägt. Es ist ein Gegeneinander-Miteinander (Alfred Polgar), das Menschen - beängstigend animalisch geworden - beißen lässt, um nicht selbst gebissen zu werden. Sie zerstören und stehen dann erstaunt vor der Zerstörung, die sie angerichtet haben.

ALFRED: Keiner darf, wie er will.
MARIANNE: Und keiner will, wie er darf.

Stille.

ALFRED: Und keiner darf, wie er kann.

MARIANNE: Und keiner kann, wie er soll -


Mit Annette Fassnacht, Christel Mayr, Johanna Paschinger, Sibylle Schleicher, Aglaja Stadelmann, Ulla Willick; Karl Heinz Glaser, Antonio Lallo, Gunther Nickles, Bernd Ripken (als Gast), Wilhelm Schlotterer, Christian Taubenheim, Raphael Westermeier

Inszenierung: Stephan Suschke
Bühne & Kostüme: Momme Röhrbein

 

Sitzplan und Preise        Reservierung
 
Theater Ulm | Herbert-von-Karajan-Platz 1 | 89073 Ulm | Tel.: 0731/161-4500
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