DIE NIBELUNGEN PDF Drucken E-Mail
Ein deutsches Trauerspiel in drei Abteilungen von Friedrich Hebbel (1813-1863)

Matinée: 03.02.2008, Foyer
Premiere: 07.02.2008, Großes Haus


Wusste ich nicht, dass die Treue so alt ist wie die Welt, so würde ich glauben, ein deutsches Herz habe sie erfunden.
Heinrich Heine

Das Nibelungenlied, die uralte Sage um Macht, Liebe und Hass, gilt seit dem 19. Jahrhundert als deutsches Nationalepos. Wie kein anderer Stoff ist die Nibelungensage seitdem von politischen und kulturellen Strömungen vereinnahmt und verarbeitet worden.

Es führt kein Weg an den Nibelungen vorbei, wenn man versucht, sich mit dem Wesen deutscher Identität zu befassen. Was Richard Wagner mit seinem "Ring" für die Oper geleistet hat, nämlich die Sage in eine unvergleichliche musikalische Form zu gießen, das hat Friedrich Hebbel für das Drama getan. Seine Trilogie, die eng an die Vorlage des Nibelungenliedes angelehnt ist, zeichnet die archaischen Konflikte in klaren Figuren und einer wuchtigen Sprache nach.

Und so alt die Sage auch ist, könnten die Probleme nicht heutiger sein: Männer, die ihre Männlichkeit beweisen müssen, tun dies auf Kosten von Frauen. Und diese rächen sich. Wo Frauen totale Komplizinnen der Männer sind [...], da identifiziere ich mich auch als Frau nicht mehr mit ihnen. Die Unterlegenen müssen ja die Herren studieren, damit sie ihnen nicht ganz zum Opfer fallen. Und kennen natürlich auch ihre Schwächen. [...] Wenn die Frauen immer nur, vielleicht auch aus Angst, aus dem öffentlichen Raum weggedrängt zu werden, dann kommen sie natürlich als Ungeheuer zurück.
Elfriede Jelinek

Mit Annette Fassnacht, Aglaja Stadelmann, Ulla Willick; Antonio Lallo, Gunther Nickles, Wilhelm Schlotterer, Christian Taubenheim, Andreas Uhse, Raphael Westermeier

Inszenierung: Andreas von Studnitz
Bühne, Kostüme & Masken: Marianne Hollenstein

 

Sitzplan und Preise        Reservierung
 
Theater Ulm | Herbert-von-Karajan-Platz 1 | 89073 Ulm | Tel.: 0731/161-4500
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