SCHROTTENGEL PDF Drucken E-Mail
(2001)                       
Geschichten vom alltäglichen Wahnsinn von Petr Zelenka (*1967)


Premiere: 10.10.2007 Dauer ca. 1'10

Nachts habe ich aus dem Fenster geguckt und wenn ein gut aussehender Typ vorbeilief, rief ich die Telefonzelle an ... Du hättest auch abgenommen. Die Situation hat etwas Magisches, und da steht ihr drauf. Eine verlassene nächtliche Straße mit einer Telefonzelle, in der das Telefon klingelt. Dir kommt es vor,
als würde dich der Schöpfer des Universums persönlich anrufen. (Jana)

Die Welt von Petr ist voller Überraschungen: sein Vater wird nach einem zufälligen Anruf von der jungen Sylvie geliebt. Sie modelliert seinen Kopf und nimmt ihn mit auf Parties, wo er aus alten Wochenschauen rezitiert. Die Mutter sorgt sich ständig um Petrs Wohl und das der ganzen Welt. Sein Freund Mücke erklärt ihm, daß er nun mit der Schaufensterpuppe Eva zusammen ist. Und dann sind da noch sein Chef, Freunde, die Nachbarn und seine Exfreundin Jana.

JANA: Du tickst nicht richtig. Es ist drei Uhr früh. PETR: Meine Bettdecke ist lebendig geworden. Das ist mir unter die Haut gegangen. Ich muß mit jemandem reden. JANA: Petr, du solltest nicht mehr bei uns anrufen. PETR: Jana, warte. Es ist wirklich so. Sie dreht sich grade nach mir um, die Bettdecke. Ich kann nicht aufhören, an dich zu denken, vielleicht ist mir davon die Sicherung durchgebrannt. Ich denke ernsthaft daran, mich als Paket aufzugeben und an dich zu schicken. JANA Als was für ein Paket. PETR: Mit UPS.

Die Figuren Zelenkas verstricken sich in ihrem täglichen Leben, dem alltäglichen Wahnsinn, auf der Suche nach Glück, Liebe und dem Sinn ihres Daseins. Da ist Petrs Entschluß nur konsequent, am Ende Dichter zu werden und all die Geschichten um sich herum als Inspiration zu begreifen.


Inszenierung: Andreas von Studnitz
Raum und Kostüme: Marianne Hollenstein


Sitzplan und Preise         Reservierung

 
Theater Ulm | Herbert-von-Karajan-Platz 1 | 89073 Ulm | Tel.: 0731/161-4500
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